Untersuchungen nicht aufschieben

Um festzustellen, ob Ablagerungen von Kalk oder Gefäßverengungen zu beobachten sind, werden Herzkatheter-Messplätze genutzt. Anhand von Tabellen lässt sich leicht übersehen, welche Krankenhäuser und Reha-Kliniken in diesem Bereich gut ausgerüstet sind und in welchem Gebiet die nächstgelegene Einrichtung zu finden ist. Sämtliche Herzkatheter-Messplätze in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind bei Cardio-Search verzeichnet und mit den näheren Spezifikationen aufgeführt, was den technischen Stand und weitere Begleitumstände betrifft. In der verwirrenden Vielfalt hilft nur die gezielte Suche. Hier kann man sich so umfassend informieren, dass das eigentliche Anliegen schnell aus dem Blickwinkel gerät. Welcher Laie vermag schon zu unterscheiden zwischen den Errungenschaften der invasiven interventionellen Kardiologie und den fortschrittlichen Methoden der inneren Medizin? Im Bedarfsfall fällt es manchem leichter, sich dem Rat des Facharztes anzuvertrauen als selbst in Erfahrung zu bringen, was für ihn das Beste ist. Noch besser freilich ist es, rechtzeitig vorzubeugen und es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, sofern das im Bereich des Möglichen liegt. Die üblichen Risikofaktoren sind ja bekannt, bei angeborenen Schädigungen allerdings nützt es wenig, sie auszuschließen. Hat sich die Untersuchung als unvermeidlich erwiesen, schiebt man sie besser nicht unnötig auf, bevor alles noch schlimmer und schwieriger wird. Bei Herzoperationen gelingen gelegentlich Weltpremieren, etwa dann, wenn Kammer und Arterie erstmalig mit einem Stent kurzgeschlossen werden.